Montag, 2. Oktober 2017

Kapselfibrose & BIA-ALCL - Die hässlichen Schatten der Brustimplantate vermeiden

1962 wurden in den USA die ersten Brustimplantate aus Silikon aus kosmetischen und kurativen Gründen (zum Ersatz der Brust nach Krebsoperationen) eingesetzt. Von Beginn an waren diese Operationen mit dem Risiko der Ausbildung einer Kapselfibrose verbunden. Je nach Schweregrad zwingt eine Kapselfibrose zu einer erneuten Operation und damit steigen die Risiken für kosmetische oder operative Misserfolge und für eine nachhaltige Unzufriedenheit der Patientin. Die Folgekosten können dann ein Mehrfaches der ersten Operation betragen.

Im Jahre 2013 einigte man sich auf Biofilme als Ursache der Kapselfibrose
Nicht nur Brustimplantate, sondern auch andere Implantate, wie künstliche Hüftgelenke, Schrittmacher, Blutgefäßprothesen und stabilisierende Netze (zum Beispiel für Bruch-Operationen) können von einer sich zusammenziehenden fibrösen Kapsel betroffen sein. Die gemeinsame Ursache ist die Entwicklung eines Biofilms um den Fremdkörper, bevor sich die natürliche Umhüllung - bestehend aus nur wenigen Zellschichten - gebildet hat. Der Biofilm stellt eine strategische Überlebensform von Bakterien dar, in dem sich die Keime so organisieren, dass wenigstens die innen lebenden Erreger Angriffen von außen, z.B. durch unser Immunsystem oder Antibiotika - widerstehen können. Dieser Biofilm ruft unser Abwehrsystem unablässig auf den Plan. Vornehmlich T-Zellen (Zellen des lymphatischen Teiles unseres Immunsystems) und Myofibroblasten (narbenbildende Zellen, die sich zusammenziehen können) versuchen einerseits Bakterien zu bekämpfen  und andererseits unseren Körper vor den krankmachenden Keimen durch eine sich selbst verkleinernde Abkapselung abzuschotten.
Die derbe Kapsel, die sich dann anstelle einer natürlichen, zarten Umhüllung bildet, zieht sich mit der Zeit - manchmal im Laufe von Jahren - sehr stark zusammen und das innewohnende Implantat wird so hart wie eine prall aufgeblasene Fußballblase in ihrer Lederumhüllung. Spätestens dann besteht die Patientin wegen Schmerzen und hässlicher Verformung der Brust auf der befreienden Operation. Das Entstehen einer Kapselfibrose wird nicht einem Fehler des Chirurgen zugeordnet, sondern als schicksalhaft betrachtet. Die Konsequenzen und auch die Kosten für weitere Operationen muss in die Patientin der Regel selbst tragen.

Wie häufig sind Kapselfibrosen?
Entsprechend den Angaben in der wissenschaftlichen Literatur treten Kapselfibrosen in bis zu 35 % aller Fälle auf, meistens jedoch zwischen zwei und zehn Prozent. Das Problem entsteht manchmal bereits drei Monate, manchmal auch erst zehn Jahre nach der Operation. Die meisten Fälle sind jedoch innerhalb der ersten drei Jahre zu verzeichnen.  Es gibt Kliniken, die ihren Patientinnen die Kapselfibrose als schicksalsgegeben voraussagen. Wenn eine Kapselfibrose das Stadium BAKER IV erreicht, muss operiert werden. Die Patientin entscheidet über den Operationszeitpunkt.

Weitere mögliche Ursachen der Kapselfibrose - und deren Vermeidung
Neben dem Biofilm [1] 
werden auch noch die postoperative Blutmenge im Wundbett [2] 
und die Traumatisierung (Gewebsverletzung) während der Operation [3] 
als Faktoren für die Entstehung der Kapselfibrose diskutiert.

Zu [1]: 
Wenn ein System verwendet wird, das unsere Wundheilung fördert und unseren Organismus mit verteidigenden Wirkstoffen gegen Bakterien, Viren und Pilze unterstützt und ergänzt, kann man ohne Einsatz von Antibiotika ein besonderes antibakteriell und regenerativ aktives Milieu während und nach der Operation erreichen und damit Biofilme vermeiden oder im Ansatz zerstören.
Die Brustwarzen beherbergen in den Milchgängen Bakterien. Sie werden vor der Operation mit unserem defensiven Gel/Folien-System versiegelt, damit keine Keime in das Operationsgebiet wandern können. Aus dem gleichen Grunde darf bei Operationsverfahren, zu deren Ablauf eine chirurgische Veränderung der Brustdrüse gehört, kein Silicon-Implantat mehr verwendet werden (Neue Richtlinie der US-amerikanischen FDA).
Mit diesen Maßnahmen können wir das Risiko für die Entstehung einer Kapselfibrose auf nahezu null Prozent reduzieren.

Zu [2]: 
Mit der sich uns bewährten speziellen Art der örtlichen Betäubung, der sogenannten TumeszenzLokalanästhesie, blutet es kaum. Die Operation findet beinahe "im Wasser" statt. Durch sanftes Operieren, exakte Blutstillung und Einlegen einer Drainage wird versucht, die Blutmenge auf ein Minimum zu reduzieren. Die chemischen Amide in der Betäubungslösung verhalten sich auchBakterien hemmend.

Zu [3]: 
Wenn die Operation in örtlicher Betäubung durchgeführt wird, muss sie zwangsläufig höchst sensibel und schonend durchgeführt werden.
Mit diesen Maßnahmen können wir das Risiko für die Entstehung einer Kapselfibrose auf nahezu null Prozent senken.


Der biologische Sinn der Kapselfibrose
In nur 1 Milligramm Gewebe einer Kapselfibrose wurden ca. 4,8 Millionen Bakterien nachgewiesen, in nur 2 Gramm Kapselgewebe wohnen also 2 Milliarden mehr Bakterien als Menschen auf unserem Planeten. Es handelt sich um ein hoch infektiöses Material. Die erstaunliche Menge von Bakterien im Gewebe der fibrotischen Kapseln wurde im Juni 2016 in einer Studie bei der Untersuchung von 26 Patientinnen mit Kapselfibrose und entdecktem BIA-ALCL - dem Brustimplantaten zugeordnetem anaplastischem großzelligem Lymphom - einem bösartigen Tumor des T-Zell-Lymphsystems, veröffentlicht.[Plastic & Reconstructive Surgery: June 2016 - Volume 137 - Issue 6 - p 1659-1669  Bacterial Biofilm Infection Detected in Breast Implant Associated - Anaplastic Large-Cell Lymphoma]

Die Bildung der Kapselfibrose ist der natürliche - und erfolgreiche - Versuch, die Masse der Bakterien vom Körper fernzuhalten, indem der Ort des Geschehens eingegrenzt und konzentriert, als Problemzone verkleinert und isoliert wird. Es drängt sich das Bild des Sarkophags um den havarierten Reaktor in Tschernobyl auf.

BIA-ALCL Breast Implant Associated - Anaplastic Large Cell Lymphoma
Dieser - zum Glück noch - sehr seltene bösartige T-Lymphzellen-Tumor wird mit bestimmten gramnegativen Bakterien, den sogenannten Ralstonia spp. in den Biofilmen um das Implantat in Verbindung gebracht und tritt dann auf, wenn Kapselfibrosen vorhanden sind.
Es handelt sich dabei um ein T-Zellen-Lymphom. Wenn über einen längeren Zeitraum das Immunsystem - hier die T-Zellen - gereizt wird, kann es zu seltenen Mutationen kommen, mit der Entstehung eines bösartigen T-Zellen-Tumors. Ein ähnliches Phänomen ist seit über 30 Jahren bei einem bösartigen B-Zellen-Lymphom am Magen bekannt. Hier sind Helicobacter-Bakterien die Auslöser. Inzwischen glaubt man, dass über 30 % aller Krebsarten auf Infektionen zurückgehen.
Nahezu alle Fälle von ALCL sind bei Implantaten mit rauer, texturierter Oberfläche zu verzeichnen.
In einem gut recherchierten Artikel in der New York Times vom 14. Mai 2017:
A Shocking Diagnosis: Breast Implants ‘Gave Me Cancer’ 
werden 359 betroffene Patientinnen mit BIA-ALCL genannt. Dabei beruft sich die Zeitung auf Angaben vom März 2017 aus der FDA (Food and Drug Administration), einer weltweit respektierten Kontrollbehörde der USA. Obwohl bereits leider Todesfälle zu beklagen sind, ist der Tumor frühzeitig erkennbar und dann gut behandelbar. Das Problem ist der geringe Kenntnisstand bei Ärzten, die Brustvergrößerungen durchführen. Selbst in den USA, wo ALCL heftig diskutiert wird, besprechen nur 30% der plastischen Chirurgen dieses Thema mit ihren Patientinnen, die um eine Brustvergrößerung nachfragen. In Deutschland werden es noch viel weniger sein. Der Tumor führt unbehandelt zum vorzeitigen Tod. Wer keine (oder kaum) Kapselfibrosen erzeugt, hat kaum Aussicht bei seinen Patientinnen jemals diesen bösartigen Krebs zu sehen. Bemerkenswert ist, dass unsere speziellen intraoperativen Maßnahmen, die das dem Menschen innewohnende Abwehrsystem der antimikrobiellen Peptide unterstützen, Ralstonia spp. (und alle weiteren Bakterien) daran hindern, während der operativen Brustvergrößerung mit dem Implantat in Kontakt zu treten.

Die Zeitbombe erfordert eine nachhaltige Sanierung der Patientin
Das neue Wissen und die Existenz einer Problemlösung zwingen zu einer neuen Strategie bei der Behandlung von Patientinnen mit Kapselfibrose, mit oder ohne BIA-ALCL. Sie müssen nachhaltig saniert werden, bevor die korrigierende kosmetisch-chirurgische Operation einer erneuten Brustvergrößerung in Angriff genommen werden kann.
Wenn also Patientinnen wegen einer Kapselfibrose um Hilfe nachfragen, sollten ihnen die folgenden unmissverständlichen Empfehlungen gegeben:
1.   Entfernung der Implantate und vollständige Entfernung des Kapselgewebes auf beiden Seiten.
2.   Anlegen einer Dauerspülung für mindestens 18 Std. mit einem biomimetischen Defensin, welches neben seiner eigenen antimikrobiellen Wirkung zusätzlich die Natur unterstützt und körpereigene Bakterien-defensive Systeme fördert, ergänzt und ersetzt und regenerative Vorgänge zur verbesserten Wundheilung auslöst. Das ist der Kern unserer Problemlösung bei Kapselfibrose.
3.   Während der OP Entnahme von bakteriologischen und Flüssigkeitsproben aus dem Innenraum der Kapsel für die bakteriologische und zytologische Untersuchung (Immun-Marker CD 30)
4.   Einsenden der beiden Kapseln zur histologischen Untersuchung
5.   Einsenden eines im Reinraumlabor zerkleinerten Teils der Kapseln zur bakteriologischen Untersuchung
6.   Entnahme von Blutproben zur Bestimmung von Entzündungsfaktoren, u.a. hochsensitives CRP
7.   Abwarten von wenigstens 3 Monaten, besser 6 Monaten und Überprüfung der Entzündungsmarker
8.   Entscheidungsfindung zu neuen, Brust vergrößernden Maßnahmen. Diese können entweder ein Eigenfett-Transfer (beste Methode nach Kapselfibrose) oder die Einlage von Implantaten unter einem Antibiotika-freien, die biologische Abwehr imitierenden Regime sein. Beide Methoden, also Silicon-Implantate oder der Eigenfett-Transfer können in örtlicher Betäubung unter Verzicht auf eine Narkose durchgeführt werden.

Damit kann eine Auslöschung (Eradikation) der Keime und drastische Reduktion evtl. vom ALCL-Tumor befallener Zellen aus der Implantat-Tasche und dem Fibrosegewebe erreicht werden. Es wird der Nachweis der Kapselfibrose erbracht, die Tumorfreiheit nachgewiesen. Im Falle nachgewiesener Tumorzellen kann die spezifische zytostatische oder Bestrahlungs-Therapie angeschlossen werden. Die Behandlung des BIA-ALCL hat eine gute Prognose. Das Mikrobiom (die Gruppierung der Bakterien im Gewebe der Kapselfibrose) wird auch erfasst. Außerdem wird der Entzündungsstatus festgelegt. Er kann im Verlauf beurteilt werden. So kann der optimale Zeitpunkt für die abschließende kosmetische Operation vereinbart werden. Alles dient der Sicherheit der Patientin und deren abschließender Zufriedenheit. Auch bei diesen operativen Eingriffen kann auf Antibiotika verzichtet werden.

Die erforderlichen Maßnahmen kosten viel Geld

Die Kosten für das gesamte Procedere - Sanierung der Implantattasche von Kapselfibrose und Bakterien und erneuter Brustvergrößerung - einschließlich zwei Operationen mit stationärer Betreuung, allen Untersuchungen in verschiedenen Labors und im pathologischen Institut, neuen Implantaten und deren Einbringung, liegen im fünfstelligen Bereich. Sie werden vielleicht nur zum Teil von den Krankenkassen übernommen.
Im Falle einer gewünschten Brustvergrößerung mit präpariertem eigenen Fettgewebe muss individuell kalkuliert werden.

Kein Implantat-Austausch während derselben Operation
Den Patientinnen wird von einem direkten Implantatwechsel (in derselben operativen Sitzung) abgeraten, auch dann, wenn die neuen Implantate in eine andere Loge gelegt werden sollen.
Ebenso wird von einer Implantatentfernung kombiniert mit einem direkten Eigenfett-Transfer abgeraten, auch wenn es scheinbar erfolgreich angeboten wird. Zuerst muss Keimfreiheit hergestellt werden. Es ist bekannt, dass sich Biofilme und folgende Gewebsvermehrungen bei bakterieller Belastung auch an inneren Wundgrenzflächen – sie entstehen beim Eigenfett-Transfer oder bei der Implantateinlage –  bilden können. Das bis zu zehnmal häufigere Wiederkehren einer Kapselfibrose bei Operationen, bei denen Implantate in einer operativen Sitzung gewechselt werden, ist wissenschaftlich erwiesen.


Keine Chirurgie des Brustdrüsengewebes während einer  Implantateinlage

Entsprechend der im vorigen Abschnitt gemachten Aussagen entfällt damit die noch immer häufig durchgeführte gleichzeitige Reduktionsplastik mit Vergrößerung der Brüste durch Implantate während einer einzigen Operation (Reduktionsmastopexie mit Implantateinlage). Dieses Vorgehen muss in zwei operative Schritte zerlegt werden, weil sonst Bakterien aus dem Drüsengewebe das Implantat besiedeln und einen Biofilm ausbilden können.
Entsprechend neuerer Erkenntnisse nutzt man für die spätere Vergrößerung besser einen Eigenfett-Gewebstransfer.
Auch der operative Zugang durch den Brustwarzenhof soll aus gleichen Gründen zukünftig vermieden werden. Diese Hinweise kommen von einer internationalen Gruppe von anerkannten Brustchirurgen und stehen in den neuen Richtlinien der FDA.


Bis auf weiteres keine Implantate mit rauer, texturierter Oberfläche

Der bösartige Tumor ALCL ist beinahe nur im Zusammenhang mit Implantaten mit rauer, texturierter Oberfläche aufgetreten. Damit entfallen zwangsläufig tropfenförmige, sogenannte „anatomische“ Implantate. Glattwandige, tropfenförmige Implantate könnten sich nach der Operation „drehen“ und es käme zum „Schielen“ der Brustwarzen. Die neuen Erkenntnisse zwingen daher zum Einsatz glattwandiger, runder Implantate. Sie werden in den USA zum größten Teil immer schon eingesetzt. In Deutschland sind es zur Zeit noch deutlich unter fünf Prozent aller eingesetzten Implantate. Die Zahl steigt langsam an. In der Medical Well Clinic Dresden wurden schon immer runde und seit einem Jahr glatte Implantate eingesetzt.


Die Vermeidung und kausale Behandlung der Kapselfibrose ohne Einsatz von Antibiotika
Wir haben seit mehr als 20 Jahren Erfahrungen mit einem wirksamen, ungiftigen, biomimetischen Defensiv-System gesammelt. Dabei wird eine angeborene, jedem Lebewesen eigene Abwehrlinie gegen Bakterien, Viren, Pilze und Protozoen ausgenutzt und verstärkt (siehe unten: antimikrobielle Peptide). In mehr als 9.000 Operationen in Serie haben wir keine unmittelbare Infektion des Operationsgebietes gesehen. Darum entsteht kein Biofilm und keine Kapselfibrose. Mit diesem Wissen wird auch die Strategie der Sanierung bei Kapselfibrose einleuchtend und Erfolg versprechend.Mit der nachhaltigen Sanierung der Patientin ohne Einsatz von Antibiotica kann eine Lösung des Problems angeboten werden. 
Das Sanierungskonzept umfasst zwei Operationen. Sowohl bei der Implantat- und Kapselentfernung als auch bei optional folgenden, der korrigierenden Operation werden keine Antibiotika eingesetzt. Sie sind neben dem biomimetischen Defensin nicht erforderlich. So wird der Resistenzdruck auf Bakterien vermieden. Die Bakterienflora des Patienten bleibt unbeeinträchtigt, die Wundheilung wird nicht durch zytotoxische Wirkung von Antibiotika gestört.

Antimikrobielle Peptide

Vermutlich seit Ende des 19. Jahrh., spätestens aber seit 1922, als Alexander Fleming sechs Jahre vor seiner Entdeckung des Penicillins ein Tropfen aus verschnupfter Nase in die Bakterienkultur fiel und er Stunden später einen Hemmhof um die getroffene Kultur bemerkte, kennen wir die Existenz „Antimikrobieller Peptide“ [AMP]. Er nannte den Stoff LYSOZYM. Von den inzwischen über 1.500 entdeckten antimikrobiellen Peptiden aus dem gesamten Pflanzen- und Tierreich(wahrscheinlich gibt es Billionen davon)  wirken über 1.000 nach einem bestimmten Prinzip: Hydrophobe und kationische Oberflächenstrukturen nehmen die stark negativ geladene bakterielle Membran in die Zange und knacken sie auf (polykationische Peptide). Der Tod der Bakterien ist so schnell, dass keine Resistenzen entstehen können. Andere Zellen, insbesondere die Säugetierzelle bieten den AMP diese Angriffsfläche nicht. Sie schaden dem Menschen also nicht, sie schützen ihn.

Die Existenz antimikrobieller Peptide reicht zurück in die Anfänge des Entstehens von Leben vor mehr als 3 Milliarden Jahren. Sie sind wie chemische und physikalische Grundgesetze die Basis für die Entwicklung weiterer Lebensformen. Unser hochentwickeltes Immunsystem, das viel langsamer reagiert, hat sich in Wechselwirkung mit den AMP entwickelt. AMPs sind überall zu finden, wo bakterielle Belastungen physiologisch und pathogen vorkommen und schützen beispielsweise den Mundraum und die Därme vor infektiöser Destruktion. Genetische Störungen dieses Systems führen zu Krankheiten wie Ekzemen oder Morbus Chron. AMP wirken immer, sind als Erste präsent und senden Signale an das Immunsystem. Solche Signale lösen antiinfektive aber auch regenerative Aktionen aus.

Wer sich als Chirurg dieses System zu Nutze macht, kann vollständig auf Antibiotika verzichten und sieht trotzdem keine operationsbedingten Infektionen. Wir blicken auf eine aktive Unterstützung der AMPs bei jeder extrafaszialen Operation seit 21 Jahren zurück. Seit 2012 verwendet die Klinik keine Antibiotika mehr.
Die katastrophale Situation in Folge multiresistenter Keime rückt die AMP als Hoffnungsträger für die Entwicklung neuer antimikrobieller Stoffe in das Forschungsinteresse.
Ein „Garantieversprechen“ ist möglich und wird bereits gegeben
Das Zusammenwirken der beschriebenen antimikrobiellen Maßnahmen bewirkt, dass wir kaum "eigene" Kapselfibrosen sehen; die einzige im Jahre 2002. Darum wird in der Medical Well Clinic Dresden seit Juli 2016 bis auf Weiteres das Versprechen abgegeben, bei Eintreten einer histologisch nachgewiesenen Kapselfibrose (BAKER Stadium IV) innerhalb von drei Jahren nach einer Brustvergrößerung in unserer Klinik mit Implantaten , die dann erforderliche operative Sanierungsprozedur, einschließlich erforderlichen Narkosen, neuen Implantaten (falls gewünscht), aller Untersuchungen durch fremde Institute, Klinikbetreuung und Nachbehandlung gratis durchzuführen. Das Versprechen entspricht einem Gegenwert im fünfstelligen Bereich.

Empfehlung an die Patientin

Fragen Sie Ihren Chirurgen, wie er die Kapselfibrose zu vermeiden gedenkt. Wie verhält er sich, sollte sich doch eine Kapselfibrose entwickeln? Wenn er glaubt, eine Kapselfibrose lasse sich nicht oder nur mit intraoperativer massiver Spülung mit einer Lösung von mehreren Antibiotika verhindern,
dann wissen Sie – vorausgesetzt sie haben bis hierher gelesen – etwas mehr.

Dresden, im August 2017

Dr. med. Michael Meinking
Leitender Arzt der Medical Well Clinic Dresden

Freitag, 28. April 2017

Breast enlargement with own fat

As early as 1896, the German physician Dr. NEUBER successfully transplanted the patient's fatty tissue into a different body site of the same patient where a defect had been caused by an accident. In 1910, an almost 300-page paper on fat transfer from Dr. LEXER appeared. In the time between the world wars, it became quiet around this method. It was not until the seventies that the transfer of own adipose tissue was resumed in the USA, and especially the doctors SHIFFMAN and COLEMAN have made a particular contribution.
In Germany it is probably Professor PALLUA, from the RWTH Aachen, who initiated the most scientific work in this field.

With regard to the breast augmentation with its own adipose tissue, there were up to about 2005 more depths than heights. Only in the last few years has it been understood which basic conditions have to be considered so that the fatty tissue is not damaged during the removal and the composition of the other components is not significantly changed. It is therefore important how  the adipose tissue which is to be sucked is pre-treated by the anesthetic solution, the size of the perforations of the suction cannula, the vacuum which prevails during suction, and how fast the cannula moves. The aspirate must be washed to reduce inflammation-mediating cells and the fibrous tissue must be gently removed from the adipose tissue without injury to the adipocytes. Depending on the further use, the fat cells are mechanically ruptured so that the oil can be centrifuged off. Everything is done under extremely sterile conditions, which is only possible in the clean room laboratory with laminar, Hepa filtered airflow, existent in the Medical Well Clinic Dresden.

The transfer of the adipose tissue into the breasts is difficult because small fat droplets have to be evenly distributed. Here a special machine is used which, on the one hand, serves the fine distribution of adipose tissue and, on the other, shortens surgery for the benefit of the patient. If the fatty tissue is  only simply injected, oil cysts can develop, which always lead to discomfort from a certain size. These are important work steps in the process of fat tissue production, processing and application. There are other factors that need to be considered, still.

In the processing of the adipose tissue obtained for further use in the same patient, there is a trend away from the (1) enzymatic, chemical separation of the regeneratively active cells from the adipose tissue (here, considerable regulatory hurdles have to be overcome) to (2) little manipulative, purely physical processing.
In the 1st method one runs the risk that the isolated stem cells lead their uncontrolled self-life and for example emigrate from the actual target area and withdraw themselves from further control. In addition, there have been increased scarring in the target area. To this extent, the legislator is right to apply strict standards here. Also, the admixture of these chemically dissolved stem cells to the normal fatty tissue (so-called "enhanced fat") has not brought any gain in breast enlargement, only more valuable adipose tissue consumed (according to a prize-winning study by Dr. PELTONIEMI, University of Helsinki).
In contrast, in the 2nd method, the regeneratively active cells (stromal vascular fraction) remain within their niche, consisting of extracellular matrix, providing intercellular communication, and are controlled by this in their further behavior. The adipose tissue is only micronized, but remains essentially retained with approximately 90% of its cells in its composition. The stem cells do not migrate from their niche and behave along natural signals from their surroundings in the target area.

At the Medical Well Clinic Dresden, adipose tissue transfers have been carried out since 2002. Since 2009, we have been working intensively on the fast-growing biotechnological insights and scientific results. This led to the installation of a clean room lab in the operation line in 2012. For nearly 5 years (as of May 2017), we are able to reproduce validated scientific studies in our laboratory and are thus always up-to-date in our daily practical application. Without having to undertake costly examinations and laborious investigations, we know from the scientific literature exactly how the tissue cells to be transferred are composed in numbers. We can observe all factors that lead to a maximal acceptance of the transmitted tissue cells. Permanent volumes (eg, in breast enlargements) of about 70-80% of injected substance are often possible. The present description represents the current standard.

A current research topic is the bacteria-free inflammation reaction, which prevents a better growth of the transferred tissue parts. There are already approaches to solving this problem.
We review the latest scientific literature every month.

In the medium term, women who have little adipose tissue and thus few regenerative cells will be able to achieve an even better volume result by applying a vacuum before and after surgery. This will make the number of women who have previously required a breast implant smaller.

  Stay in contact.

Dr. med. Michael Meinking
Senior physician of the Medical Well Clinic Dresden

Brustvergrößerung mit eigenem Fettgewebe

Bereits im Jahr 1896 hat der deutsche Arzt Dr. NEUBER erfolgreich eigenes Fettgewebe bei einem Patienten an eine andere Körperstelle verpflanzt, wo durch einen Unfall ein Defekt entstanden war. 1910 erschien eine fast 300-seitige Abhandlung über Eigenfett-Transfer von Dr. LEXER. In der Zeit zwischen den Weltkriegen wurde es still um diese Methode. Erst in den siebziger Jahren kam die Übertragung eigenen Fettgewebes in den USA wieder auf und insbesondere die Doktoren SHIFFMAN  und COLEMAN haben sich besonders verdient gemacht. 
In Deutschland ist es wohl Professor N. PALLUA, RWTH Aachen,  der die meisten wissenschaftlichen Arbeiten auf diesem Gebiet veranlasste. 

In Bezug auf den Brustaufbau mit eigenem Fettgewebe gab es bis etwa 2005 mehr Tiefen als Höhen. Erst in den letzten Jahren hat man verstanden, welche Grundbedingungen eingehalten werden müssen, damit das Fettgewebe bei der Entnahme nicht geschädigt und bei den weiteren Verarbeitungsprozessen in seiner Zusammensetzung nicht entscheidend verändert wird. So ist es wichtig, wie das abzusaugende Fettgewebe mit der Betäubungslösung vorbehandelt wird, welche Größe die Perforationen der Saugkanüle haben, welcher Unterdruck bei der Absaugung herrscht und wie schnell sich die Kanüle bewegt. Das Aspirat muss gewaschen werden, um Entzündung vermittelnde Zellen zu reduzieren und das fibröse Gewebe muss sanft, ohne Verletzung der Fettzellen aus dem Fettgewebe entfernt werden. Je nach weiterer Verwendung werden die Fettzellen mechanisch zum Platzen gebracht, damit das Öl ab zentrifugiert werden kann. Alles erfolgt unter äußerst sterilen Bedingungen, was nur im Reinraum-Labor, im laminaren, Hepa gefilterten Luftstrom möglich ist wie es in der Medical Well Clinic Dresden gegeben ist. 

Das Einbringen des Fettgewebes in die Brüste ist schwierig, weil kleinste Fetttröpfchen gleichmäßig verteilt werden müssen. Hier dient uns eine spezielle Maschine, die einerseits der feinen Verteilung des Fettgewebes dient und die Operation zum Wohl der Patientin verkürzt. Wird das Fettgewebe einfach nur injiziert, können Ölzysten entstehen, die ab einer bestimmten Größe immer zu Beschwerden führen. Die hier genannten Arbeitsschritte sind wichtige Bausteine bei dem Prozess der Fettgewebe Gewinnung, der Verarbeitung und der Anwendung. Es gibt noch weitere Faktoren, die beachtet werden müssen.

Bei der Verarbeitung des für eine Weiterverwendung gewonnenen Fettgewebes am gleichen Patienten gibt es einen Trend weg von der enzymatischen, chemischen Trennung der regenerativ wirksamen Zellen aus dem Fettgewebe (1) - hier sind erhebliche regulatorische Hürden zu überwinden - hin zu einer wenig manipulativen, rein physikalischen Aufarbeitung (2).
Bei der 1. Methode läuft man Gefahr, dass die isolierten Stammzellen ihr unkontrolliertes Eigenleben führen und zum Beispiel aus dem eigentlichen Zielbereich auswandern und sich einer weiteren Kontrolle entziehen. Außerdem hat man vermehrt Vernarbungen in der Umgebung des Einbringens festgestellt. Insofern hat der Gesetzgeber gute Argumente, hier strenge Maßstäbe anzulegen. Auch hat die Beimischung dieser chemisch gelösten Stammzellen zum normalen Fettgewebe (sogenanntes „enhanced fat“) bei der Brustvergrößerung keinen Gewinn gebracht, nur wertvolles Fettgewebe verbraucht (sinngemäß zitiert aus einer mit Preisen ausgezeichneten Studie von Frau Dr. PELTONIEMI, Universität Helsinki).
Im Gegensatz dazu bleiben bei der 2. Methode die regenerativ wirksamen Zellen (Stromal Vascular Fraction) innerhalb ihrer Nische, bestehend aus extrazellulärer Matrix mit interzellulärer Kommunikation und werden so in ihrem weiteren Verhalten kontrolliert. Das Fettgewebe wird nur mikronisiert, bleibt aber im Wesentlichen mit ca. 90 % seiner Zellen in seiner Zusammensetzung erhalten. Die Stammzellen werden nicht aus ihrer Nische vertrieben und verhalten sich entlang natürlicher Signale aus ihrer Umgebung im Zielgebiet.

In der Medical Well Clinic Dresden werden seit 2002 regelmäßig Fettgewebe-Transfers durchgeführt. Seit 2009 beschäftigen wir uns intensiv mit den sprunghaft zunehmenden biotechnologischen Grundlagen. Das führte zur Einrichtung eines Reinraum-Labors den Operationstrakt im Jahre 2012. Seit nahezu 5 Jahren (Stand Mai 2017) können wir validierte wissenschaftliche Studien in unserem Labor nachstellen und sind damit in unserer täglichen praktischen Anwendung immer auf dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Forschung. Ohne selbst kostenintensive und Labor-technisch aufwendige Untersuchungen durchführen zu müssen, wissen wir aus der wissenschaftlichen Literatur doch genau, wie die zu übertragenden Gewebezellen zahlenmäßig zusammengesetzt sind. Wir können alle Faktoren beachten, die zu einer maximalen Annahme der übertragenden Gewebezellen führen. Bleibende Volumina (zB. bei Brustvergrößerungen) von etwa 70-80 % sind häufig möglich. Das bisher Beschriebene stellt den gegenwärtigen Stand der Wissenschaft dar.

Ein aktuelles Forschungsthema ist die bakterienfreie Entzündungsreaktion, welche ein besseres Anwachsen der übertragenen Gewebeanteile verhindert. Hier gibt es bereits Ansätze zur Lösung des Problems.
Wir überprüfen monatlich die neueste wissenschaftliche Literatur und richten uns danach.

Mittelfristig wird bei Frauen, bei denen wenig Fettgewebe und damit wenige regenerative Zellen zur Verfügung stehen, mit der Anlage eines Unterdruckes vor und nach der Opereration ein noch besseres Volumenergebnis zu erreichen sein. Damit wird die Zahl der Frauen, die bisher ein künstliches Implantat benötigten, kleiner werden.

 Bleiben Sie in Kontakt.

Dr. med. Michael Meinking
leitender Arzt der Medical Well Clinic Dresden

Montag, 26. Dezember 2016

Breast Enlargement with breast implants - what should patients expect?

Most patients would like well-formed breasts, which are cohesive with their bodies and therefore look natural. You would prefer to take only a few days of vacation due to the breast enlargement procedure, and to avoid any unnecessary pain. The result should be disability-free, with no impairment of normal arm movement. The operation should be completed with as few risks as possible. You expect healthy healing after the surgery, with discreet scars (if any). You expect excellent results from high-quality silicone implants, and a surgery performed without general anesthesia. You prefer to work with a highly-skilled and friendly group.
At the Medícal Well Clinic Dresden, we have developed an approach with which every one of these desires can be met. 
We proceed by:
The investigation and questioning of the patient, as well as having the patient trying on dífferent sizes of imitation breasts to help provide insight to both the patient and surgeon as to what the proper size of implant will be. At the time of surgery, we have neighboring sizes of implants available (at least six implants per patient) for optimal patient selection. Most implants we use are between 240-310 ml. Other sizes are available. The position of the implant between the breast and the large pectoral muscle allows the surgeon the freedom of all necessary positioning for a well-formed and natural-looking female breast.

Implant positioning above the pectoral muscle

The operation associated with our specific  procedure (see below) has such a low risk of injury and such mild postoperative pain that most patients require only mild painkillers for a day or two. Following this surgery, 15% of our patients return to work the following day, and approximately 95% return to work within a week of the procedure. This is only possible if the large chest muscle is not partially separated from the rib and the sternum, keeping the implant above the large breast muscle. The pectoral muscle naturally has a "compartment" which can be easily expanded to accommodate the implant with the use of Tumescent Local Anesthetic. Using this method, no structures have been injured that would later cause severe pain. This modern local anesthetic helps to inhibit bleeding during surgery. lt also prevents the pain which usually appears immediately following the operation. Tumescent local anesthesia lowers subsequent pain and makes general anesthesia unnecessary. Bacteria find the tumescent-created environment uncomfortable, thereby supplementary reducing the risk of infection.
lf the implant is placed, in part, under the chest muscle, a separation of the pectoralis major
muscle (pectoralis major) from the rib and partially from the sternum is required. This causes more severe paín, that lasts much longer (sometimes for months) than our preferred method of above-muscle placement. This longer-term pain delays the return to work and normal life activitíes. Additionally, this approach is associated with a loss of strength and a limitation of fine motor coordination of both arms, ln many such operated patients, there is a curvature (bulging) of the upper outer breast tissue for at least the first few months after surgery. Only years later, after the implant settles deeper under the tissue and has no more contact with the pectoral muscle (under which it was once set), does the breast feel better. One wonders why the injury during the under-the-muscle operation has to be so great. We have a series of photos with which one can understand these claims. Moreover, under-the-muscle placement may lead to the peculiar "double bubble" formation which occurs when the intact remainder of the pectoralis major muscle contracts and pushes the implant down (towards the feet). Due to the implant's placement below the chest muscle, the "snoopy nose" deformity can also occur and the result is unattractive.
We understand that patients do not expect such phenomenon ("double bubble" and "snoopy
nose") and pain. Therefore, we place the implant under the gland and gently on the pectoralis major muscle. A few years ago, only about 20% of breast augmentation operations in Germany were performed this way. Today, it is closer to 50%. The trend shows that we are right.
Various measures can be used to reduce risk during surgery.

The advantage of tumescent local anesthesia

Unfortunately most breast augmentations are still performed under general anesthesia. Using a special local anesthesia in this operation, ín our practice, has shown to increase benefits and reduce drawbacks. Some of the benefits were previously mentioned above. lt is noteworthy that patients having this operation would not enter the risky world of general anesthesia under our care. We have drawn the conclusion: it is safer and healthier for our patients to perform breast augmentation without general anesthesia.

lnfections should be avoided

lnfections are not only evidenced by fever, warming of the chest, and festering wounds. So called "water bubbles" or gatherings, and just about any wound that does not immediately heal/close should be seen as signs of infection. Circulatory disorders (smoking or surgical technique) can promote infections. ln our clinic, special antiseptic intraoperative measures make ínfections almost impossible. Simultaneously with the antiseptic principle in the MedicalWell Clinic Dresden (proven by scientific studies), improved blood flow and supportive metabolic changes in the wound area are achieved, which leads to accelerated wound healing. In the absence of germs scarring is reduced. Antibiotics are always avoided, wound healing thereby not disturbed.
All living organisms (excluding bacteria) have a similar defensive system which made possible the emergence of higher developed life after the microbes. This system we complement (and replace if necessary) with our biomimetic concept. As a result since opening the MedicalWell Clinic Dresden (July 2002), we have never had a patient suffer a postoperative wound infection. Guest doctors are impressed by the clean incisions after all the operations, in each stage of healing (see link [3]).

The typical sequence of breast augmentation with treatment in our clinic looks like this:

  1.  Mondays: Operation/Procedure. Streching arms vertically same day possible. Simple  painkillers, if necessary
  2.  Tuesdays: dismissal with tape and bra (about 15% of our patients return to work from   the first post-op day)
  3.  Wednesdays: remove drainage, clean incision area, begin wearing specíal sports bra  for 2 months
  4.  Thursdays: about 30% of our patients return to work
  5.  Fridays: apply a thin dressing that is appropriate for full showering (rarely is another   appointment necessary)
  6.  Monday: after one week, approximately 95% of our patients return to work
  7.  Monday: after two weeks, removal of stitches, as well as delivery and explanation of   silicone tape.
  8.  After six months: first follow-up with doctor
  9.  After one year: second follow-up with doctor
  10.  Promise: If capsular contraction (Baker III or IV) within 3 years after operation in  our clinic, complete operation free of charge, new implants included.

Freitag, 20. Juli 2012

A hospital without hospital infection - Medical Well Clinic Dresden


 To mark the 10 year anniversary (2012) of Medical Well Clinic Dresden, we would like to reflect on an important fact:  In all this time, we haven’t had any post-operative surgical           site infections (SSI; occurring as a result of surgery)  on our premises .

The unsolved problem:

"Every year about 3 million patients get hospital infections in European hospitals. Of these, 225 000 patients catch a postoperative wound infection. 50,000 people die as a result." (Source: ‘Bacteria Beyond a Cure’, Süddeutsche Zeitung, 10 October 2008, p. 22)

Multi-drug resistant germs either disable patients for months or years, or even lead to death. Hospital-acquired infections developed into the most expensive and dangerous contagious disease in all times – what a topsy turvy world.

How could this have happened?

"Over the past two decades, (...) the increased and irrational use of antibiotics in the treatment of infectious diseases led to an alarming increase of multidrug-resistant problem organisms (Methicillin-resistant Staphylococcus Aureus, Vancomycin-resistant Enterococci and more). There is a direct correlation between the increased use of broad-spectrum antibiotics and the increase of multidrug-resistant pathogens." (Source: WIKIPEDIA # cite_note-5)

As early as the early sixties - with the development of new antibiotics - alerts were already raised, stating that those potent drugs which were so rich of side-effects required a highly critical approach. Even then, it was anticipated that an increasing use of those drugs would evolve in bacterial resistance. Those bacteria are flexible and in their incredible numbers they are surprisingly clever. They even know how to inform each other via plasmids. Together they form defensive strategies against toxins like antibiotics. They become resistant.

My personal approach to the critical use of antibiotics and surgical hygiene

Before the Internet, Professor Emmerich Lang from Vienna published a magazine for the critical handling of antibiotics. I regularly read this magazine and processed the information. Since 1971, and still a student, I critically contemplated pharmacotherapy, particularly antibiotic therapy, excerpting the incorruptible pharma newsletter "Arznei-Telegramm". In all hospitals of my residency, I became a member of the Drug Commission and have thus helped acquire critical usage of medication as well as their low-budget purchase.
Professor F. Daschner, University of Freiburg , Germany (emerit. 2006), influenced my knowledge and clinical behavior, too.
Professor H. Willenegger and especially his lecture "On the Comeback of Topical Antiseptics in Surgery" in 1990 made a great impact on me. From 1996 on I followed consequently his hints and had never to treat a SSI in over 7.500 operations in a serie.
Professor A. Kramer, University of Greifswald, Germany, is nowadays one of my mentors in terms of wound and hospital hygiene. His willingness to counsel and his free publication practice is exemplary.
This education I brought into my own practice for outpatient surgery in Görlitz, Saxony, 1993. There, we never had a postoperative infection.
In 2002, I was co-founder of Medical Well Clinic Dresden. We have increased our anti-infective measures still. 

Our anti-bacterial concept turned out to be resilient to error

Even imported multi-resistent germs, which might have originated in other hospitals or stay in old people´s house or nursing care of chronic wounds or have come from handling antibiotics-contaminated (chicken) meat 
(Source: http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/haehnchenfleisch-in-supermaerkten-mit-krankheitskeimen-belastet-handel-muss-kunden-vor-antibiotikar/ ) 
never resulted in infections in our clinic. 

 A clinic without any post-operative infections for over 10 years, is truly remarkable worldwide and comprehensive only as the result of a successful concept. This cannot be a coincidence. This concept includes not only the critical usage of antibiotics but also additional elements. We have developed a method to treat our clothes, patient’s bedding, and the walls of our operating rooms with antibacterial capability. For humans this antibacterial treatment is completely safe. It attacks only typical components of bacteria and destroys them. No bacterium can survive in this antibacterial environment for longer than 20 minutes. In addition, the germs of swine flu, avian flu, HIV, hepatitis, most fungi and many more cannot exist.

What good is a clinic with state-of-the-art equipment,  strictest hygiene protocol, with the best doctors and nurses - if infections are a common hazard and determine the fate of the patients, even if the surgical work was conducted well?

About Medical Well Clinic Dresden

In the infection-free Medical Well Clinic Dresden, only internationally recognized scientific methods of aesthetic plastic surgery are used.
In some areas we are part of the medical avant-garde. Among those are:

1st An infection-free surgical performance (see above)

2nd The rejection of aesthetic and cosmetic surgery in apparently healthy people with poor body composition.

We urge the cooperation of our patients to create the condition for a low-risk surgery. Our slogan: "Challenge us - we'll challenge you."
In case of poor body composition we support these patients with extensive experience in medical nutrition counseling and optimize their desired food (calculated as a guide portion list). We cooperate with qualified coaches and academically trained sports instructors. Surgery will be performed only in case of successful weight reduction and/or achievement of defined objective criteria (e.g. phase angle of min. 5.2 ° in women and 5.4 ° in men).

3rd Accelerated, nearly scar less wound healing.

Since 1996, we use a special gel composition combined with sophisticated sewing techniques to achieve fast, nearly scar less wound healing. In case of scars, mostly originating from accidents or out-house surgeries, we use the Medical Well Needling Concept to help create new own skin at the site of ugly and hampering scars.

4th Breast enlargement with local anesthesia.

For the patient, this method of surgery is surprisingly comfortable. This is evident in short recovery times. About 10% of patients are back at work the next day - just one day after the operation (!); about 30% of patients return after 3 days and 95% of patients are back at work after 7 days.
Remember: rate of infection: 0%

5th The Lipoabdominoplasty modo SALDANHA (special version of tummy tuck combined with liposuction).

With this technique of abdominoplasty, it is possible to achieve an increasingly good and accelerated wound healing, even in insulin-dependent diabetics who smoke. (Such patients are excluded from the traditional tummy tuck.) Moreover, the method SALDANHA maintains the preservation of sensitivity of the abdominal skin. The “feeling” does not perish. In comparison:  in classic abdominoplasty it is very common to develop large insensible areas of the skin and an increased incidence of wound complications with wide scars and eventually wound water formation (seromas).
How is that possible?
In contrast to the classic tummy tuck, arteries, veins, nerves and lymphatic vessels are not severed during abdominoplasty modo SALDANH. In the area of removed derma flaps (skin fat flaps) remains an unaffected stem-cell-rich fatty tissue layer above the abdominal fascia. It acts as a fertile ground for nourishing and regenerating the superimposed layers of skin to be sutured. The complication rate tends towards zero.
Remember: rate of infection: 0%

In our field of work, we have the following objectives:

  • Breast augmentation with own fatty tissue improving the uptake of cells and tissues
  • 3-dimensional facelift with patient’s own fat as an alternative to the classical facelift - in selected cases
  • Full regeneration of affected skin: damage caused by age, previous unsuccessful therapy attempts  (laser, Thermage, peeling, dermabrasion) or UV-radiation, i.e. Rejuvenation
  • Prevention of scarring after surgery and burns / scalds
  • Scar treatment after accidents and burns, acne scars
  • New skin formation in patients with ugly, painful and movement debilitating (hampering) scars
  • Diminishing of disfiguring defects after accidents or surgery, relining decubitus-risk areas with own fatty tissue
  • Vitiligo
  • Treatment of painful osteoarthritis with Stromal Vascular Fraction mechanichally prepared from own fatty tissue (in the near future)

Conventional stem cell therapies disappointed because of lack of efficacy, high costs, possible cancer susceptibility after many cell passages. They cannot be used intraoperatively - just in time. The manufacturing processes have only little physiological similarity. In the elaborate manipulation effort, the cells are alienated from their natural environment and they no longer respond to signaling molecules or behave uncontrolled. The manipulated stem cells are often applied in quantities which are too large. They don’t understand start and stop signals for differentiation. The natural wound environment is overwhelmed.

However, these new principles we will be employing imitate nature: 

So a new physiological principle was discovered and made therapeutically useful for humans. Here the conditions of small - no scarring - wounds are transferred to large wounds and brought into effect in different organizations of cells.
The new cell biological principle is cost effective and available to the patient intra-operatively with his own natural stem cells (Stromal Vascular Fraction) at any time in the Medical Well Clinic Dresden. It is the "stem cell therapy for everyone". Thousands of cases are documented in scietific literature.

Dr. Michael Meinking
Chief physician of Dresden Medical Clinic Well


Eine Klinik ohne Krankenhausinfektion - Medical Well Clinic Dresden

Im Juli 2012 jährt sich die Gründung der Medical Well Clinic Dresden und die Anerkennung als Private Krankenanstalt (Klinik-Zulassung) zum 10. Mal. Es ist Zeit darüber nach zu denken, wie es kommt, dass wir in unserer Klinik keine postoperative Infektion, d.h.  keine in unmittelbarer Folge einer Operation aufgetretende Infektion gesehen haben.

Das ungelöste Problem:

"Jährlich infizieren sich in europäischen Krankenhäusern ca. 3 Millionen Patienten mit Krankenhaus eigenem Bakterien. Davon bekommen 225.000 Patienten eine postoperative Wundinfektion. 50.000 Menschen sterben an der Krankenhaus-Infektion." 
(Quelle: Keime, gegen die nichts mehr hilft, Süddeutsche Zeitung, 10. Oktober 2008, S. 22)

Multiresistente Keime begleiten das Leben der Betroffenen für Monate oder Jahre behindernd, wenn sie nicht sogar zum Tode führen. Die im Krankenhaus erworbene Infektion entwickelte sich zur gefährlichsten und teuersten übertragbaren Krankheit in Mittel-Europa überhaupt – welch eine verkehrte Welt.

Wie konnte es dazu kommen?

"In den letzten zwei Jahrzehnten hat (...) der vermehrte und irrationale Antibioticaverbrauch bei der Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten zu einer besorgniserregenden Zunahme von multiresistenten Problemerregern (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus, Vancomycin-resistente Enterokokken und weitere) geführt. Der vermehrte Einsatz von Breitspektrum-Antibiotika steht mit der Zunahme von multiresistenten Erregern in direkter Wechselbeziehung." (Quelle: WIKIPEDIA  <http://de.wikipedia.org/wiki/Nosokomiale_Infektion#cite_note-5>)

Bereits in den frühen Sechziger Jahren, mit der Entwicklung immer neuer Antibiotika, erhoben sich warnende Stimmen, die einen äußerst kritischen Umgang mit diesen wirkungsstarken und nebenwirkungsreichen Substanzen verlangten. Schon damals war vorauszusehen, dass sich mit zunehmendem Gebrauch Resistenzen entwickeln werden. Die Bakterien sind flexibel und in ihrer riesigen Menge überraschend schlau und verstehen es, sich z. B. über Plasmide gegenseitig zu informieren. Gemeinsam bilden sie z.B. im Biofilm weitere vielfältige Abwehrstrategien gegen Giftstoffe aus. Sie werden resistent. 

Mein persönlicher Zugang zum kritischen Umgang mit Antibiotika und Operations-Hygiene.

Im Zeitalter vor dem Internet war es zum Beispiel Professor Emmerich Lang aus Wien, der eine Zeitschrift für den kritischen Umgang mit Antibiotika herausbrachte. Ich habe diese Zeitschrift regelmäßig gelesen und verarbeitet. Schon als Student habe ich mich seit 1971 kritisch mit der Pharmakotherapie und insbesondere mit der antibiotischen Therapie auseinandergesetzt, in dem ich den unbestechlichen Pharma-Infodienst "Arznei-Telegramm" excerpierte. Darum war ich in jedem Krankenhaus meiner Tätigkeit zugleich auch Mitglied der Arzneimittelkommission und habe so mitgeholfen, Medikamente kritisch einzusetzen und sie für das Haus preisgünstig zu erwerben. 
Prof. F. Daschner, Universität Freiburg (emerit. 2006), beeinflusste mich und mein klinisches Handeln.
Prof. H. Willenegger machte insbesondere mit seiner Vorlesung: "Zum Comeback der lokalen Antiseptika in der Chirurgie", 1990 großen Eindruck auf mich. Ab 1996 handelte ich konsequent nach seinen Empfehlungen und hatte keine postoperative Infektion mehr zu behandeln!
Prof. A. Kramer, Universität Greifswald, ist heute einer meiner Mentoren in Sachen Wund- und Krankenhaushygiene. Mit seiner Bereitschaft zum Ratschlag und seiner freien Veröffentlichungspraxis ist er beispielgebend. 
Diese Erziehung habe ich mitgenommen in die Existenzgründung einer Praxis für ambulante Operationen in Görlitz 1993. Hier kam es nie zu einer postoperativen Infektion.
Im Jahre 2002 wurde von mir die Medical Well Clinic Dresden mitgegründet und wir haben neue anti-infektive Konzepte entwickelt und eingeführt. Seit 2006 verzichten wir auf den Routineeinsatz von Antibiotica, auch bei Implantaten.

Unser antibakterielles Konzept entpuppt sich als Fehler tolerant.

Auch eingeschleppte multiresistente Keime, seien sie aus anderen Krankenhäusern, Aufenthalt in Altenheimen, bei der Versorgung chronischer Wunden oder durch Umgang mit Antibiotika verseuchtem Fleisch* an und in die Patienten gelangt, konnten keine Infektion in unserer Klinik verursachen.


Eine Klinik, die 10 Jahre lang keine postoperative Infektion aufweist, ist weltweit bemerkenswert und nur als Ergebnis eines erfolgreichen Konzeptes verständlich. 

Das kann kein Zufall sein. Dieses Konzept beinhaltet neben dem  kritischen Umgang mit Antibiotika zwischenzeitlich zusätzliche Elemente. Wir haben eine Methode entwickelt, mit der unsere Kleidung, die Bettwäsche der Patienten und die Wände unserer operativen Arbeitsräume keine Bakterien akzeptieren. Für Menschen ist diese antibakterielle Ausstattung vollkommen ungefährlich. Es werden nur typische Bestandteile von Bakterien angegriffen und zerstört. Kein Bakterium kann in diesem antibakteriellen Milieu länger als 20 min überleben. Es können auch Viren wie die Erreger der Schweinegrippe, Vogelgrippe, HIV, Hepatitiserreger und die meisten Pilze in den behandelten Stoffen und an den präparierten Oberflächen nicht existieren. Die antibakterielle Ausstattung ist wasch- und abriebfest. Regelmäßiges Händewaschen und spezielle perioperative Routinen ergänzen unser Konzept.

Die vielen teuren und zeitraubenden Hygiene-Maßnahmen in den operativen Abteilungen großer Krankenhäuser können gefährliche Krankenhaus-Infektionen nicht verhindern. 

Was hilft eine Klinik mit der modernsten Ausstattung, mit dem strengsten Hygieneprotokoll, mit den besten Schwestern, Pflegern und Ärzten, wenn trotzdem gefährliche Infektionen das Schicksal der Menschen bestimmen werden, auch wenn die operative Arbeit gut erledigt wurde?

Das Konzept in der Medical Well Clinic Dresden mit Setting, Prozeduren und täglichen Routinen beweist, dass postoperative Infektionen mit großer Wahrscheinlichkeit in jedem operativ tätigen Krankenhaus vermieden werden können.

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Dr. med. Michael Meinking
Leitender Arzt der Medical Well Clinic Dresden